AiD ART M 2026 – Kunst als Zukunftskraft


Der Eintritt ist an allen Tagen der Messe frei.

Eröffnung am 7.6.2026 um 14 Uhr durch Bürgermeister Thorsten Riehle
Laufzeit: 7. Juni bis 4. Juli 2026
Öffnungszeiten: Freitag und Samstag 15–20 Uhr, Sonntag 11–18 Uhr

Hier finden sie:

Veranstaltungsort: Raum S4,17 Mannheim im Quadrat S4 (ehemalige Stadtgalerie), Adresse S4, 17

Im Jahr 2026 setzt die AiD ART M zwei kraftvolle Schwerpunkte, die in den Ateliers im Delta Tradition und deshalb eigene Projektseiten haben:

Im Jahr 2026 setzt die AiD ART M zwei kraftvolle Schwerpunkte: Art meets Science und Zen 42 – erfrischend meditative Kunst. Was zunächst wie zwei unterschiedliche Perspektiven erscheint, entfaltet sich als gemeinsamer Ansatz: ein neues Verständnis von Kunst als aktive Kraft in einer komplexen Welt.

Art meets Science macht diese Kraft dort erfahrbar, wo Wissen entsteht – in der wissenschaftlichen Praxis und im Alltag.
Zen 42 zeigt sie dort, wo Leben gestaltet wird – in der Lebenskunst und im Alltag.

So verbinden sich Erkenntnis und Erfahrung, Denken und Wahrnehmen, Forschung und innere Orientierung. Kunst wird zur Brücke zwischen Wissenschaft und Alltag – und eröffnet einen Raum, in dem jede und jeder die eigene Position bewusst gestalten und zur Vielfalt beitragen kann.


Art meets Science

Art meets Science öffnet den Raum für ein erweitertes Kunstverständnis. Kunst erscheint hier nicht als Illustration von Wissen, sondern als eigenständige Form der Erkenntnis – als Experiment, als Denkraum, als Impulsgeber. Sie tritt in Dialog mit Wissenschaft und Technologie und schafft eine gemeinsame Grundlage, auf der unterschiedlichste Perspektiven sichtbar werden können. Kunst wird hier als aktiver Teil von Erkenntnisprozessen verstanden, die auf verschiedenen Ordnungsstufen und Metaebenen agieren:

  • 5: Kunst gestaltet Wissens- und Ordnungssysteme
  • 4: Kunst reflektiert Kunst und Kunstsysteme
  • 3: Kunst als Beobachtungs- und Erkenntnisraum
  • 2: Kunst als Reflexion von Darstellung
  • 1: Kunst als Darstellung

Vielfalt ist dabei kein Nebeneffekt, sondern der eigentliche Motor: Jede Perspektive, jede Erfahrung und jede Fragestellung erweitert das Ganze – und eröffnet neue Zugänge zur Welt.

Art meets Science bringt künstlerische Positionen zusammen, in denen sich Kunst und Wissenschaft auf Augenhöhe begegnen. In den Arbeiten von Rubica von Streng, Prof. Dr. Gerhard Kilger und Ralf Jochen Moser wird Kosmologie erfahrbar – Weltbilder werden sichtbar, darstellbar und vergleichbar. Künstler:innen wie Prof. Harald Fuchs, Paul Hirsch, Hannah Moser, Dieter Nusbaum und Dominik Schmitt zeigen Kunst als Werkzeug der Erkenntnis und als Impulsgeber für interdisziplinäre Forschung.

So entstehen neue Perspektiven auf unsere Welt: reflektierend, verbindend und identitätsstiftend. Ein begleitendes Symposium lädt dazu ein, diese Schnittstellen gemeinsam zu erkunden und weiterzudenken – offen, vielfältig und im Austausch unterschiedlicher Denkweisen.

Ein zentraler Anspruch dabei ist die Zugänglichkeit. Schon Lewis Carroll hat gezeigt, dass sich selbst komplexe Zusammenhänge spielerisch erschließen lassen. Was zunächst abstrakt erscheint, wird verständlich, wenn wir es als Entdeckungsraum begreifen.

Daran knüpfen wir an: Wir eröffnen einfache Zugänge zu anspruchsvollen Inhalten, ohne sie zu vereinfachen. Die „10.000 Dinge“ des Dao stehen für die Vielfalt der Welt – und für die Freiheit, sie auf eigene Weise zu erkunden, zu ordnen und zu verstehen.

So entsteht ein Raum, der Vielfalt nicht nur zeigt, sondern ermöglicht: klar, zugänglich und zugleich offen für Tiefe – und getragen von der Freiheit jedes Einzelnen, eigene Verbindungen zu erkennen und Bedeutung zu entwickeln.


Zen 42

Zen 42 setzt an einem ebenso entscheidenden Punkt an. Es macht deutlich, dass wissenschaftlicher Fortschritt allein nicht ausreicht. So präzise und wirksam wissenschaftliche Erkenntnis ist – sie bringt auch Spannungen, offene Fragen und Verantwortung mit sich. Die zentrale Frage, wie wir leben wollen, lässt sich nicht kollektiv verordnen und nicht allein durch Daten oder Modelle beantworten. Sie bleibt eine persönliche Entscheidung.

Hier entfaltet die Kunst ihre besondere Kraft.

Zen 42 richtet den Blick auf meditative Kunst als unmittelbare Erfahrung. Nicht als Rückzug, sondern als bewusste Unterbrechung des Alltags. Jenseits festgelegter Denktraditionen entstehen Räume, die nichts vorgeben und nichts auflösen wollen. Stattdessen laden sie dazu ein, selbst zu sehen, selbst zu spüren, selbst zu entscheiden. Die Arbeiten wirken als Anker im Alltag – sie eröffnen Momente von Klarheit, in denen jede und jeder einen eigenen, tragfähigen Sinn entwickeln kann.

So entsteht ein Raum für Wahrnehmung, Reflexion und innere Orientierung, der nicht vereinheitlicht, sondern stärkt: die Freiheit des Einzelnen im gemeinsamen Kontext.

Gemeinsam zeigen beide Schwerpunkte:
Die Verbindung von Kunst und Wissenschaft ist kein festgelegter Weg, sondern ein offenes Feld. Sie lebt von Vielfalt, von unterschiedlichen Perspektiven – und von der Freiheit, eigene Antworten zu finden. Gerade darin liegt ihre Bedeutung für eine zukunftsfähige Gesellschaft.

Die AiD ART M 2026 lädt dazu ein, diese Vielfalt zu erleben, eigene (Lebens-)Wege zu entwickeln und die Zukunft aktiv mitzugestalten. Als gemeinnützige Kunstmesse vereint sie darüber hinaus die zentralen Aufgaben der Ateliers im Delta – Kunst schaffen, publizieren, kuratieren und fördern – in einem lebendigen Format. Sie präsentiert künstlerische Qualität im Dialog mit gesellschaftlichem Engagement und schafft eine offene Plattform für zeitgenössische Kunst, Austausch und kulturelle Teilhabe.

Programm

07.6. – Eröffnung

13:00 Uhr:
Die Messe öffnet ihre Pforten

14:00 Uhr:

  • Begrüßung durch die Kurator:innen und Wolfgang Naumer, Raum S4, 17
  • Eröffnung der AiD ART M 2026 durch Bürgermeister Thorsten Riehle
  • Grußwort von Kerstin Weinberger, 1. Vorsitzende Kunst- und Kulturvermittlung Rhein-Neckar e. V.
  • Eröffnungsimpuls zum Leitthema „Art meets ScienceProf. Dr. Gerhard Kilger

14.6. – Symposium Art meets Science

Das Symposium ist eine Tagesveranstaltung, die Teilnahme ist kostenlos, aber es ist ein Ticket erforderlich!

  • 11:00 Uhr: Die Architektur der 10000 Dinge des DAO
  • 11:20 Uhr: Kosmologie & Ordnung
  • 13:00 Uhr: Mittagspause
  • 14:00 Uhr: Interdisziplinäre Praxis
  • 15:15 Uhr: Kunst als Erkenntnispraxis, als Metakunst (Adrian Piper gewidmet) und als Lebenskunst

20.6. – Schwerpunkt Zen42 – Gespräche über Künstler

  • 15 Uhr – Kuratorenführung
    Hannah und Ralf Moser führen durch die Ausstellung und erläutern die Verbindungen zwischen den beiden Schwerpunkten Art meets Science und Zen42. Was zunächst wie zwei unterschiedliche Perspektiven erscheint, erweist sich bei näherer Betrachtung als gemeinsamer Ansatz: ein neues Verständnis von Kunst als aktiver Kraft in einer komplexen und sich wandelnden Welt.
  • 16 Uhr – Informel und Zen42
    Christine Schumann von den Künstlernachlässen Mannheim und Ralf Moser von den Ateliers im Delta sprechen über das Informel in Malerei und Fotografie anhand der Werke von Gabriele Dahms und Thomas Wunsch. Im Mittelpunkt stehen das Leben und Werk von Gabriele Dahms, die meditative Dimension ihrer Kunst sowie die wichtige Aufgabe der Künstlernachlässe Mannheim bei der Bewahrung künstlerischer Nachlässe. Gemeinsam wird zudem untersucht, inwieweit sich der Zen42-Ansatz zur Betrachtung von Thomas Wunschs Fotografien auch auf die Arbeiten von Gabriele Dahms übertragen lässt.
  • 17 Uhr – Gespräch über Zen42
    Hannah und Ralf Moser stellen das Projekt Zen42 vor und diskutieren zentrale Fragen: Warum ist Zen42 wichtig? Was verbirgt sich hinter dem Konzept? Und an wen richtet sich das Projekt? Das Gespräch bietet Einblicke in die Entstehung, die Ziele und die gesellschaftliche Relevanz von Zen42.

21.6. – Schwerpunkt Zen42 – Künstlergespräche

26.-27.6. – Kunstszene Mannheim

Die Kunstszene Mannheim zu Gast auf der AiD ART M.

26.: Rat für Kunst und Kultur,

27.: Künstlernachlässe Mannheim , Rat für Kunst und Kultur,

04.7. – Showdown

Wir lassen den letzten Tag der Messe gepflegt verstreichen.